Storch siegt über germanischen Donnergott

Thor Steinar, beliebtes Modelabel bei Neonazis, zog vor Gericht, weil “Storch Heinar”, ebenfalls Modelabel, aber mit anti-faschistischen Botschaften, angeblich Verunglimpfung und Markenrechtsverletzung betreibe.
Der dürre Storch mit Hitler-Bärtchen und Stahlhelm obsiegte und darf weiter fleissig seine satirischen und persiflierenden Motive verkaufen.

Keine Markenrechtsverletzung, keine Verunglimpfung

Wie der Spiegel berichtet, kam das Landgericht Nürnberg-Fürth zu dem Schluss, dass potentielle Käufer der Marke Thor Steinar wohl kaum Produkte der beklagten Firma kaufen würden und auch die Markennamen seien deutlich zu unterscheiden, eine Verwechslungsgefahr bestehe daher also nicht.
Storch Heinar verunglimpfe überdies die Marke der brandenburgischen Firma Mediatex, die die Marke Thor Steinar produziert, nicht, sondern sei deutlich als kritische Gegenüberstellung und Persiflage zu erkennen, weshalb die Produkte der Kunstfreiheit unterlägen.

Die Einnahmen, die aus dem Verkauf der Kleidungsstücke mit dem klapprigen Federvieh im Logo entstehen, werden von der Intitiative “Endstation rechts“, die die Marke erdacht hat, nach eigener Aussage zu 100 Prozent in Aufklärungsarbeit zum Thema Rechsradikalismus investiert.

Daumen, oder besser Flügel, hoch!

Der Beitrag wurde am Freitag, den 13. August 2010 um 14:49 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Keine Kommentare bisher • RSS-Feed für KommentareTrackBack URI
Hinterlasse deinen Kommentar!
Einen Kommentar hinterlassen