The Internet is for Porn

So ist der Titel eines Songs aus dem Puppen-Musical “Avenue Q”, der wohl hinlänglich bekannt sein dürfte. Und natürlich sind Sex und Pornographie im World Wide Web enorm verbreitet, schließlich bietet das Netz die ideale Infrastruktur für den Vertrieb eines Mediums, das irgendwie Jeder nutzt, über das man aber öffentlich eigentlich Stillschweigen bewahrt.

Porno an der Uni – was für eine Sensation…

Tatsächlich sprangen Fernsehsender und Tageszeitungen darauf an, als während meines Studiums einer der Professoren regelmäßig Seminare über Pornographie und Erotik im Film anbot, als wäre das etwas völlig Exotisches. Dabei spielt die “Vollerotik”, wie die Hardcore-Produzenten ihre Arbeit auch gern bezeichnen, in der Filmwirtschaft, zumindest aus finanzieller Sicht, die wahrscheinlich prozentual größte Rolle eines einzelnen Genres.
Grund genug also, sich in einem medienorientierten Studiengang dieser Thematik auf seriöse Weise anzunehmen.
Bei intensiver Analyse des Genres kommen dann schließlich auch unterschiedlichste ästhetische Ebenen zu Tage, die von Schund bis Kunst reichen und auch sozialreflektive Tendenzen sind keine Seltenheit.

Zahlen, Daten, Fakten

Ok, soweit mein kleiner Exkurs in die intellektuelle Behandlung der (audio-)visuellen Darstellung kopulierender Menschen.
The Internet is for Porn. Genau. So lautet die Überschrift. Das Stimmt. Und Jeder weiß es. Konkrete Zahlen dazu, wieviel Porno nun aber im Internet steckt, sind relativ schwer zu finden. Wen wundert´s, bei einem Wirtschaftszweig, in dem Diskretion und Anonymität das oberste Gebot sind und der dann auch noch ein anonymes Medium als Vertriebsplattform verwendet.
Der Business Education Blog “Online MBA” hat sich die Arbeit gemacht und Zahlen und Statistiken (hauptsächlich aus den USA) zum Thema  zusammengetragen und in eine einzelne, hübsche und übersichtliche Grafik übertragen. Inwieweit die Zahlen der Realität entsprechen, ist wohl nicht nachvollziehbar, gerade, weil es eine ungeheur große Dunkelziffer an anonymen und illegalen Seiten geben wird und in Umfragen zum Thema, selbst bei anonymer Beantwortung immer reichlich geschummelt wird.
Dennoch: Interessant sind die Zahlen allemal, floriert in der wohl prüdesten (oder eher doppelmoralischsten – Sonntags erst brav in die Kirche und dann am freien Nachmittag ab ins Netz und pr0n geschaut…) Gesellschaft der Welt doch die absolut größte Adult-Industrie:

Internet Porno Statistik

 

Und zum Schluss noch, weil es einfach genial ist, “The Internet is for Porn” aus Avenue Q:

 

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 15. Juni 2010 um 11:42 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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